Rochlitzer Karateka erkämpfen Titel im Einzel und Team

Das sächsische Team (v.l.n.r.) Tommy Kuchinke, Valentin Leißner, Hieu Bui Tien, Michelle Süß und  Maurice Däumler.
Das sächsische Team (v.l.n.r.) Tommy Kuchinke, Valentin Leißner, Hieu Bui Tien, Michelle Süß und Maurice Däumler.

Beim World Cup der Stilrichtung Goju Ryu in Bukarest hat Valentin Leißner erstmals in seiner sportlichen Laufbahn einen World-Cuptitel erkämpft. Der 16-jährige Rochlitzer entschied unlängst in der rumänischen Hauptstadt nicht nur den Wettbewerb im Kumite-Einzel der Altersklasse Junioren bis 61 Kilogramm für sich, sondern holte gemeinsam mit seinem Vereinskamerad Hieu Bui Tien und zwei weiteren Vertretern der deutschen Auswahl noch eine Gold-Medaille im Kumite-Team-Wettkampf der Junioren. Bei dem World Cup in Bukarest waren am Wochenende insgesamt mehr als 1000 Karate-Sportler aus 37 Nationen angetreten. Das deutsche Aufgebot verbuchte am Ende elf Gold-, sechs Silber- und fünf Bronzemedaillen für sich. Mit der Bilanz zeigte sich Christian Krämer, der als Trainer das deutsche Aufgebot in Bukarest mitbetreute, mehr als zufrieden und fand in einem ersten Fazit auch lobende Worte für den Auftritt des Rochlitzer Goldmedaillen-Gewinners: „Valentin hat im Einzel eine schwere Gruppe gehabt. Er hat taktisch und technisch sehr klug gekämpft. Es hat mir Freude gemacht, ihn betreut zu haben“, sagte der Trainer des Goju Ryu Karatedo Bundes Deutschland (GKD). Auch im Team-Wettbewerb hätten sich die Jungs sehr gut präsentiert.

Neben Valentin Leißner gehörten vom Rochlitzer Karate-Do auch Maurice Däumler und Hieu Bui Tien zu der rund 30 Sportler umfassenden deutschen Auswahl, die vom Deutschen Karateverband aufgrund ihrer Erfolge beim Europacup der Stilrichtung Goju Ryu sowie bei Landes- und Deutscher Meisterschaft für den Worldcup in Bukarest nominiert worden sind. Sie traten ebenfalls im Kumite- Einzel an, konnten bei dem Turnier aber nicht in den Kampf um Medaillenränge eingreifen. Zwei weitere Karateka aus Sachsen, Michelle Süße und Tommy Kuchinke vom Bushido Stollberg, traten in der deutschen Auswahl in Bukarest an. Michelle trug noch eine Silbermedaille bei, sie wurde im Team Jugend weiblich Zweite. Die drei jungen Rochlitzer Athleten hatten bereits vor einem Jahr beim Goju Ryu Europacup in Steyr (Österreich) bewiesen, dass auf internationalem Parkett mit ihnen zu rechnen ist. Valentin konnte den Europacup damals für sich entscheiden, Hieu Bui Tien landete auf dem fünften Platz. In Mai dieses Jahres empfahl sich auch Maurice Däumler mit einer Silbermedaille beim Deutschen Goju Ryu Cup für das internationale Turnier.

Trainer Ralf Ziezio freute sich über das tolle Abschneiden seiner Schützlinge. Parallel zu dem Wettkampf in Bukarest fand die Sächsische Meisterschaft statt, wo häufig von allen aufs Handy geschaut wurde, um auf den aktuellen Stand zu bleiben. Nach der Siegerehrung in Hoyerswerda kam dann die überraschende und freudige Nachricht und die Freude war unbeschreiblich. Nächster Höhepunkt wird der Banzai Cup in Berlin sein. Wer dort mit unter den Medaillengewinnern ist, kann sich Hoffnungen machen auch bei der kommenden Europameisterschaft für Deutschland nominiert zu werden. Die Europameisterschaft ist im Gegensatz zum Europacup für alle Stilrichtungen offen und zugleich begrenzt auf einen Starter pro Kategorie und Nation.

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Foto: privat/GKD