Zettlitz

Kirche Hermsdorf
Kirche Hermsdorf

Das Territorium der Gemeinde Zettlitz liegt nördlich der Bundesstraße 175 zwischen den Städten Rochlitz und Geringswalde. Zur Gemeinde gehören die Orte Zettlitz, Methau, Hermsdorf, Kralapp, Rüx und Ceesewitz mit insgesamt ca. 800 Einwohnern.
1233 wird Zettlitz erstmals urkundlich erwähnt.
Die ersten Siedlungen wurden aber in dieser Gegend schon weitaus früher durch die Slawen angelegt. Um 1100 - so sagen alte Schriften - wurden vom Rochlitzer Schloss aus in Kralapp, Rüx und Zettlitz deutsche Bauern angesiedelt. Methau entstand um 1378 und Hermsdorf um 1489.
Fast vergessen ist, dass in Zettlitz auch Bergbau betrieben wurde. Über Jahre wurde der „Methauer Schiefer" abgebaut. Vereinzelt findet man ihn noch heute an älteren Gebäuden.
Einladend für Wanderer und Radler ist das Auenbachtal, das am Nord-und Ostrand des Gemeindegebietes die Grenze zu den Nachbargemeinden Zschadraß und Geringswalde bildet. Durch Kralapp führt der Muldental-Radwanderweg Glauchau-Bad Düben.
Kulturhistorisch interessierten Besuchern bietet die landschaftlich reizvoll gelegene Gemeinde einiges.
Ein sehenswerter Sakralbau ist die 1788 erbaute und unter Denkmalschutz stehende Hermsdorfer Kirche.
Eng verbunden mit ihr war der im Ort geborene Friedrich Ladegast (1818-1905), einer der bedeutendsten Orgelbauer. Er baute u. a. die „Königin der Instrumente" im Merseburger und Schweriner Dom und in der Leipziger Nikolaikirche.
Für seinen Heimatort schuf der Meister 1884 in seiner Weißenfelser Werkstatt eine kleine Orgel, die nach gründlicher Restaurierung seit 1989 wieder erklingt und alljährlich zahlreiche Liebhaber dieser Musik zu Sommerkonzerten in der kleinen Kirche erfreut. Am Geburtshaus von Friedrich Ladegast erinnert eine Gedenktafel an den berühmten Sohn des Ortes.  

Gemeindeverwaltung Zettlitz

Bürgermeister: Steffen Dathe
An der Kirche 6
09306 Zettlitz


03737 42152
03737 786521

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