Große Kreisstadt Rochlitz

Rochlitz, die Stadt des roten Porphyr, eingebettet im Tal der Burgen zwischen den sächsischen Zentren Dresden, Leipzig und Chemnitz hat sich bis heute ihr einzigartiges Ambiente bewahrt. Die Große Kreisstadt mit ihren 6300 Einwohnern ist Zentrum im ländlichen Raum und blickt auf eine über 1000-jährige Geschichte zurück, deren Lebendigkeit noch immer an der Baukunst vergangener Epochen ablesbar ist.

Schloss Rochlitz












Marktplatz mit Blick zum Rathaus













Blick zum Rochlitzer Berg













Blick in den Gleisbergbruch

Hoch über der Zwickauer Mulde, auf einem Felssporn errichtet, thront malerisch das Rochlitzer Schloss. Weithin sichtbar prägen seine beiden markanten Türme, die „Lichte“ und „Finstere Jupe“ das unverwechselbare Ortsbild der Stadt. Neben der durch ihren einzigartigen Baustil mit dem prachtvoll gestalteten Flügelaltar landesweit bedeutenden Kunigundenkirche sowie der Petrikirche gehört diese ursprüngliche Befestigungsanlage, 995 erstmals urkundlich erwähnt, zu den herausragenden Sehenswürdigkeiten. Die Historie des Schlosses ist eng mit der sächsischen Landesgeschichte verbunden, diente es doch den Markgrafen, Herzögen und späteren Kurfürsten oft zur Hofhaltung.

Alte Städte sind spannend, wenn Menschen sie beleben. Der großzügig angelegte Marktplatz, einst einer der größten Europas, bietet dazu ausgiebig Gelegenheit. Mit seinen umsäumenden kleinen Geschäften, Cafés und Gaststätten prägt er das Zentrum der Stadt, ist Bühne und Kulisse für vielfältige Events, den Fürstentag am 12./13. Juni 2010, Radkriterium, Hexenfeuer oder auch die im September traditionell hier gastierende Oldtimerrallye. Viele restaurierte Bürgerhäuser ziehen die Blicke auf sich, genau wie das umfassend sanierte Rathaus, das in seiner heutigen Form 1828 errichtet wurde.

Die Umgebung der Stadt besticht mit sanften Hügeln, reizvollen Flusstälern und geologisch faszinierenden Besonderheiten. Dominierend, mit 353 Metern über Meeresniveau erhebt sich der Rochlitzer Berg, die höchste Landmarke zwischen der Leipziger Tieflandsbucht und dem Erzgebirge. Sein Ursprung geht auf rund 275 Millionen Jahre zurück als eruptierte Vulkanherde mit ihren massiv ausgestoßenen Glutaschen die Entstehungsgeschichte des Berges bestimmten. Durch Verkieselung entstand der in seiner Farbe, Maserung und Ausprägung einmalige Rochlitzer Porphyrtuff, der in seiner Beschaffenheit weltweit nur in Rochlitz anzutreffen ist. Beim Bau von Burgen, Schlössern und Kirchen, aber auch Brücken, Bürger- und Bauernhäusern fand der rote Stein vielseitige Verwendung.

Die Porphyrbrüche auf dem Rochlitzer Berg gehören zu den bedeutendsten Geotopen Deutschlands. Ein auf 2,7 Kilometer Länge angelegter Porphyrlehrpfad vermittelt Wissen über die Entstehungsgeschichte des Rochlitzer Berges, die Abbaumethoden des Porphyrtuffs, bedeutende Bauten sowie das Leben und die Arbeit der hier seit Jahrhunderten beheimateten Steinmetze. Vielseitige Kultur- und Bildungsangebote sprechen für die Familienfreundlichkeit der Stadt. Die günstige Verkehrsanbindung an die B 175, B 107 und B 7 ermöglichen eine sehr gute Erreichbarkeit aus allen Richtungen. Zur Ansiedlung von Handwerks- und Industriebetrieben steht am nördlichen Stadtrand das Gewerbegebiet „Eichberg“ zur Verfügung, dem individuellen Wohnungsbau ist ein 2,5 ha großes Areal „Am Waldrand“ gewidmet.