Waldbesitzer müssen handeln – Sturmschäden nach Herwart

Ende Oktober 2017 fegte der Sturm Herwart über Sachsen hinweg und hat in unseren Wäldern an vielen Stellen Schäden in Form gebrochener und umgedrückter Bäume hinterlassen. Besonders in Nadelholzwäldern sollen Waldbesitzer in den kommenden Wochen ihren eigenen Wald sorgfältig kontrollieren und die folgende Hinweise beachten:

Sicherheit bei der Waldarbeit

Die Beseitigung von Sturmschäden im Wald ist auf Grund der schwer einzuschätzenden Spannungsverhältnisse im Holz sehr gefährlich und sollte nur von fachlich geeigneten Spezialisten ausgeführt werden.

Sofern Waldeigentümer das Schadholz dennoch selbst aufarbeiten, ist vorher eine entsprechende Schulung sinnvoll. Neben der persönlichen Schutzausrüstung sowie technisch einwandfreien und mit den vorgeschriebenen Schutzeinrichtungen versehenen Werkzeugen und Geräten ist das richtige Verhalten (Regeln der Berufsgenossenschaft Waldarbeit der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung, BGR/GUV-R 2114 vom Juni 2009) Voraussetzung für eine unfallfreie Waldarbeit. Dazu gehört auch: Im Wald niemals allein arbeiten und vor Beginn der Arbeiten eine Rettungskette organisieren!

Verkehrssicherheit gewährleisten

An öffentlichen Straßen und Wegen oder an der Grenze zu bebauten Grundstücken sollten Waldbesitzer die Verkehrssicherheit gewährleisten. Eine Kontrolle der Außengrenzen ist deshalb dringend zu empfehlen.

Risiko Borkenkäfer

Vor allem in älteren Fichtenbeständen bietet das im Wald vorhandene Bruchholz für Schadinsekten im Frühjahr einen hervorragenden Brutraum für Massenvermehrungen. Diese können später ganze Waldbestände gefährden. Eine frühzeitige Beräumung ist deshalb unerlässlich und bis zum März sollte der Wald wieder „sauber“ sein.

Wer unterstützt private Waldbesitzer?

Die Revierförster von Sachsenforst sind stets erster Ansprechpartner und beraten Eigentümer kostenlos zu allen Fragen der Waldbewirtschaftung. Das betrifft auch die Unterstützung bei der Suche nach geeigneten Unternehmen, bei der Aufarbeitung des Schadholzes und beim Holzverkauf. Für die Aufforstung der geschädigten Flächen bieten die Fachleute ebenfalls fachliche Unterstützung und informieren über Fördermöglichkeiten.

Auskunft:

Forstebzirk Chemnitz, Tel.: 03727 956 601 oder im Internet unter www.sachsenforst.de/waldbesitzer . Dort finden Interessenten in der Rubrik „Förstersuche“ ebenfalls den für sie zuständigen Mitarbeiter von Sachsenforst.