Staatsminster Thomas Schmidt auf Wahlkreistour

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Im Rahmen seiner Wahlkreisvisite war Thomas Schmidt, Sächsischer Staatsminister für Umwelt und Landwirtschaft, kürzlich in Rochlitz zu Gast. Seinen Aufenthalt verband er mit einem Gesprächstermin bei Oberbürgermeister Frank Dehne und dem Besuch der Produktionsstätte der Bäckerei Stölzel.

Der Rathauschef nahm die willkommene Gelegenheit wahr, um für die Porphyrstadt als Wohn-, Bildungs- und Wirtschaftsstandort zu werben, aber auch um Probleme anzusprechen. „Trotz der prognostizierten demografischen Entwicklungen wollen wir auf Zuzug setzen“, erklärte Dehne dem Minister, wie er sich die künftige Stadtentwicklung vorstellt.

Um den Schulstandort zu stärken sei man im Stadtrat momentan dabei wichtige Weichenstellungen vorzunehmen. Geplant, so Dehne, ist der Kauf des ehemaligen Flüchtlingsheimes in der Poststraße, das als Schulhort für den Nikolausverein ausgebaut werden soll.

Auch mit der Volkshochschule Mittweida ist der Rathauschef im Gespräch. „Die anstehende Sanierung der Bücherei eröffnet über die bisherige Nutzung hinaus neue Möglichkeiten“, erklärte Dehne. So ist angedacht im Erdgeschoss drei multifunktionelle Räume vorzuhalten, die u.a. von der Volkshochschule für abendliche Kurse in Anspruch genommen werden könnten.

Das Rochlitzer Stadtoberhaupt bemerkte, dass die kommunale Ebene sich regelmäßig an bürokratischen Hürden wie langen Vorlaufzeiten und zugleich kurzen Abrechnungszeiträumen stößt. Dankbar sei die Stadt für die umfangreichen Fördermöglichkeiten in Sachsen. Dennoch müsse das Ziel des Bürokratieabbaus endlich gelingen. Kritik übte Dehne darüber hinaus an den Rahmenbedingungen zur  Realisierung des Breitbandinternetausbaus.  

Staatsminister Thomas Schmidt nahm die Hinweise auf und bemerkte zugleich: „Es bestätigt meine Initiative auf europäischer Ebene, welche sich entschieden für Vereinfachungen einsetzt und zunehmend Unterstützung in ganz Europa erfährt.

Begeistert zeigte sich der sächsische Umwelt- und Landwirtschaftsminister über den neu initiierten Regionalmarkt. Heimische Produkte kreativ und frisch vor Ort den Kunden anzubieten sei eine sehr gute Vermarktung.

Auch die Planung für die künftige Umnutzung des freiwerdenden Geländes der LISt-GmbH begrüßte Schmidt: „Die Stadt Rochlitz beweist mit Ideen und Tatkraft, dass die Kommune nicht die Augen vor anstehenden Problemen verschließt, sondern anpackt um weiterhin ein attraktiver Wohn- und Gewerbestandort zu bleiben.“

Während seines Aufenthaltes in Rochlitz besuchte der Minister noch die Produktionsstätte der Bäckerei Stölzel, die Förderschule „Wilhelm Pfeffer“ in Zettlitz und die Firma „Holz, Klang  & Spiel“ in der Gemeinde Seelitz.    -Jörg Richter