Information zum geförderten Breitbandausbau in Rochlitz

I. Überblick

Der kabelgebundene Breitbandausbau in Rochlitz besteht zunächst im Wesentlichen aus den Netzergänzungen und –aufrüstungen im Rahmen des Eigenausbaus durch verschiedene Technologien der privaten Telekommunikationsanbieter. Das sind die Telekom Deutschland GmbH Bonn, der Kabelnetzbetreiber Schneider Multi Media Dienstleistungs GmbH & Co. KG Cavertitz und die enviaTel GmbH Markleeberg.

Im Rahmen eines Markterkundungsverfahrens wurde schon im Jahr 2016 die Ausbauziele der Telekommunikationsanbieter für die darauf folgenden drei Jahre ermittelt. Ergänzend wurde ein weiteres Markterkundungsverfahren Ende 2018 für die Schulen durchgeführt.

Nach den Richtlinien der Bundes- und Landesförderung für den Breitbandausbau besteht eine sogenannte Aufgreifschwelle von 30 Mbit/s Downloadgeschwindigkeit je privaten oder gewerblichen Anschluss und 30 Mbit/s pro Klasse bei Schulen. Auf Grund dieses Kriteriums sind alle Telekommunikationsanschlüsse, die unter dieser Schwelle liegen und in den Markterkundungsverfahren sowie einer Breitbandstudie der Tele-Kabel-Ingenieurgesellschaft mbH Chemnitz ermittelt wurden - „weiße Flecken“ , bei denen die Förderfähigkeit durch die Bundesrepublik Deutschland und des Landes Sachsen gegeben ist.

Trotz der daraus resultierenden geringen Anzahl im Verhältnis der Gesamtanschlüsse hat sich  die Große Kreisstadt Rochlitz entschlossen am Programm des geförderten Breitbandausbaus teilzunehmen um die Teilhabe und Sicherstellung von Telekommunikationsdienstleistungen für alle Bürger, Unternehmen und öffentliche Einrichtungen zu ermöglichen.

II. Ziele

Die anzuschließenden Teilnehmer befinden sich größtenteils in den Randlagen des Stadtgebietes und den Ortsteilen Breitenborn, Noßwitz, Wittgendorf und Zaßnitz. Es handelt sich um 91 Haushalte, 8 Unternehmen und 4 Schulen.

Dazu werden 119 km Glasfaserkabel und 49 km Leerrohre verlegt sowie 14 Kabelverzweiger errichtet. Die Strecke der erforderlichen Tiefbauarbeiten ist 19,8 km lang.

Die geplante Versorgungsgeschwindigkeit beträgt durch direkten Glasfaseranschluss mit der FTTB-Technologie am jeweiligen Objekt mindestens 100 Mbit/s Downloadgeschwindigkeit.

III. Projektfortschritt

- Durchführung eines Verhandlungsverfahrens mit EU-weitem Teilnahmewettbewerb, welches im November 2018 begonnen wurde und kurz vor dem Abschluss steht

- erfolgreiches Unternehmen im Wettbewerb ist die inexio Informationstechnologie und Telekommunikation GmbH Saarlouis

- die endgültige Bewilligung durch die Bundesrepublik erfolgte im Februar und des  Landes Sachsen im März  2020

- die Vertragsunterzeichnung zur Förderung zur Deckung  einer Wirtschaftlichkeitslücke mit der inexio GmbH Saarlouis ist im April 2020 geplant

- der Meilensteinplan sieht einen schrittweisen Ausbau vor mit Abschluss bis Ende 2022

IV. Ergebnisse

Über den Zwischenstand und die Ergebnisse wird bei fortlaufender Umsetzung bzw. neuem Projektstand informiert.

V. Unterstützung durch den Bund und das Land

Diese Maßnahme wird als Förderprojekt mit Mitteln der Bundesrepublik Deutschland durchgeführt.

Diese Maßnahme wird mitfinanziert mit Steuermitteln auf Grundlage des vom Sächsischen Landtag beschlossenen Haushaltes.

Informationen auch unter

http://www.atenekom.eu/bfp/

Aktualität: 16.03.2020